Fatshark Base SD als mobile Lösung


Oftmals tut sich für Besitzer einer Fatshark Base SD ein Problem auf: die Groundstation muss immer mit, meist ein Fotostativ mit Empfänger, Akku usw. Was anfangs für gut befunden wurde wird schnell zu einer Last, wenn man nur mal schnell raus will um eine Runde zu drehen. Eine mobile Lösung muss her, die man schnell mit in die Flugkiste werfen kann!

Mobile Variante der Fatshark Base SDIch habe mir daher ein paar Gedanken gemacht, ein wenig im Netz gestöbert und meine Materialkisten durchwühlt. Es fand sich noch ein alter Boscam RC305 Empfänger und ein Fatshark-Stecker, der ursprünglich als Futaba-Adapter eines Flugsimulator-Sticks gedacht war. Mein Ziel war es nun also, die Komponenten so elektrisch und mechanisch zu verbinden, dass ich den Empfänger direkt an die Fatshark anstecken kann und beides mit einem kleinen Lipo am Kopfband der Brille versorgt werden kann.

Arbeiten am Empfänger

Empfänger Boscam RC305 von innenZunächst habe ich den Empfänger einmal aufgemacht und geschaut, wo ich die Leitungen zum XT60-Stecker (BAT) für die Batterie anlöten kann. Ich entschied mich, die Stromanschlussbuchse zu entfernen und habe die zunächst ausgelötet. Es tauchten drei Lötpunkte auf (Minus, Plus, Minus), an die ich die Leitungen der Stromversorgung und die Drähte zum Fatshark-Stecker (FS+ und FS-) angelötet habe. Die Signalleitung für das Videobild (FS Vin) konnte ich problemlos von oben auf die Metallklammern des Video-Out Buchsengehäuses auflöten, ohne weiteren Aufwand zu betreiben. Im Anschluss habe ich die Lötstellen mit ein wenig Heißkleber zugentlastet und das Gehäuse des Senders wieder zugeschraubt.

 

Arbeiten am Fatshark-Stecker

Fatshark Stecker PinbelegungMit ein bisschen Biegen und Brechen hat man relativ problemlos den Stecker geöffnet, es tun sich 6 Lötfahnen auf, an die ich die etwa 7 cm Langen Drähte angelötet habe (siehe Skizze). Da das Kunststoffgehäuse beim Löten gerne mal weich wird und die Pins sich dann stark verschieben können, habe ich zum Löten den Stecker an die Fatshark gesteckt, so bleiben die Pins in Position. Die Skizze zeigt die Belegung der “Vorderseite” des Steckers, die Lötseite ist natürlich spiegelverkehrt zu sehen! Die nicht beschrifteten Pins sind für ein optionales Audiosignal, das brauche ich nicht.

Achtung: Man sollte im Vorfeld die Arbeitsreihenfolge genau durchdenken, sonst hat man viel Ärger, wenn man die Kabel noch sauber mit Schrumpfschlauch versehen will ;-)

Ich habe fertig!

nach einem kurzen Test muss nun nur noch der Stecker an die Gehäuserückseite des Empfängers geklebt werden (Loctite + Heißkleber, ich liebe Heißkleber…) und wir sind durch. Das Ergebnis ist nicht besonders ansehnlich, aber es dient seinem Zweck und meine Fatshark ist nun endlich portabel. Das Kopfband muss ich etwas strammer einstellen als zuvor, da die Brille nun ein wenig nach rechts hängt, dieser negative Effekt hält sich aber in Grenzen. Bei Gelegenheit werde ich noch den Empfänger färben, da etliche Reste von Doppelseitigem Klebeband die Optik ruinieren, aber was solls? :-) Hier noch ein Paar Bilder vom Ergebnis:

 

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