Test: Dymond Quattro AC/DC 4×80 W LiPo Ladegerät 4


Irgendwann im Leben des Modellfliegers kommt der Punkt, da wächst der Hangar über die Fähigkeiten des Einfach-Ladegerätes hinaus und man braucht was “reelles”. Ich habe seit ein Paar Monaten das Dymond Quattro AC/DC 4×80 W im Einsatz und möchte meine bisherigen Erfahrungen mit dem Produkt einmal schildern.

Ein 4-Fach Lader? Wozu?

Dymond Quattro AC/DC 4x80 WNun, bisher habe ich mir immer mit billigen China-Kopien des IMAX B6 AC helfen können, parallel geladen usw. Doch irgendwann wurd’s zu viel, es kamen immer mehr verschiedene Akkus zur Sammlung hinzu. Mit einem 4-Fach Ladegerät hatte ich nun also die Möglichkeit, vier komplett unterschiedliche Akkus mit einer Einheit zu laden, was dem Wildwuchs in der Akkusammlung natürlich entgegen kommt.

Die Technischen Daten können im Einzelnen bei Staufenbiel nachgelesen werden. Mir ist aber eben bei den Recherchen aufgefallen, dass es mittlerweile nur noch die 100 Watt Variante zu kaufen gibt. Die Unterschiede liegen aber scheinbar nur in der Nennleistung.

Der erste Eindruck von dem Lader war ausgesprochen gut, da ich nunmal die super billigen China-Kopien des IMAX gewöhnt war. Nun hielt ich ein großes, robustes Metallgehäuse in den Händen. Alle Anschlüsse machen einen soliden Eindruck. Mir persönlich war die Möglichkeit der 230V-Versorgung sehr wichtig, da ich mir unnötigen Kabelsalat sparen wollte und das Ladegerät vorwiegend zu Hause nutze. Was dennoch gefällt ist der XT60-Anschluss für eine Gleichstromversorgung. Selbstgemachtes Kabel: Zigarettenanzünder auf XT60 BuchseSo kann man sich leicht ein Kabel für die Autobatterie bauen und hat einen zuverlässigen Anschluss dafür. Ich habe mir z. B. ein Kabel gelötet, das direkt in die Zigarettenanzünder-Buchse gesteckt werden kann, da die Buchse in meinem Auto immer an ist. Als zusätzliche Sicherheit habe ich im Stecker eine kleine Sicherung eingesetzt.
Außerdem ist dabei:

  • 230V AC Kabel
  • 12V DC Kabel mit Batterieklemmen für eine Bleibatterie
  • 4 Balancer-Adapter (EH)
  • Deutsche Anleitung

Erstinbetriebnahme

Beim ersten Einschalten erlebt man zunächst keine Überraschungen. Die Menüstruktur der vier Ladeteile kennt man von diversen anderen Lipo Ladern bereits und findet sich sofort zurecht. Wer mehr Infos braucht, schaut in die zufriedenstellende Betriebsanleitung (Deutsch). Beim Einstellen der ersten Batteriedaten für den Ladevorgang eine kleine Enttäuschung: Das Gehäuse kippelt extrem, da das Gehäuse unten scheinbar leicht verzogen ist. Schade, aber kein K.O.-Kriterium in meinen Augen. Ansonsten tut das Ladegerät was es soll und das ganz gut und zuverlässig. 4S Akkus lädt es mit knapp 5,4 A, 3S LiPos sollte es mit 7,2 A laden (nicht getestet, Wert ist errechnet). Ein Fertig geladener und balancierter Akku ist laut Multimeter genau auf dem angezeigten Spannungsniveau und die Zellen sind sauber balanciert.

Dymond Quattro AC/DC 4x80 W Dymond Quattro AC/DC 4x80 WAußerdem cool: Das Ladegerät kann im DC-Betrieb (z.B. an der Autobatterie) auch zurückspeisen, also LiPo entladen und die Energie zurück in die Autobatterie schieben. Das kann sehr hilfreich sein, wenn man die Autobatterie zu sehr strapaziert hat und es nicht mehr zum Anlassen reicht ;-)

Was neben dem Kippeln des Laders beim Einstellen noch nervt ist der wahnsinnig laute Lüfter. Eine Temperaturregelung hätte dem Anwender sicher gut getan. Außerdem sollte man vor allem in den ersten Betriebsstunden des Gerätes gut lüften. Am Anfang stinkt es gewaltig aus dem Ding :-) Ein weiterer Minuspunkt ist die Buchse für den Kaltgerätestecker: dieser sitzt sehr locker und sorgt bei leichtem Verrücken des Laders für Stromausfälle im Lader.

Ansonsten bin ich wirklich zufrieden und kann das gute Stück mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen! Für 179 € bietet Staufenbiel die 20 Watt stärkere Variante zurzeit im Shop an. Wer also für die kommende Saison aufstocken will, ist mit dem Quattro gut versorgt.


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4 Gedanken zu “Test: Dymond Quattro AC/DC 4×80 W LiPo Ladegerät

  • Albert

    Danke für deinen Testbericht! Ich habe mir die 4x100W Version besorgt und bin gespannt was die so taugt. Erster Eindruck: das Gehäuse scheint gerade zu sein :) Ist dein Lader noch fleißig im Einsatz?

  • Christian

    Ich habe mir auf der Intermodellbau in Dortmund den DYMOND Quattro AC/DC (4x 100 Watt) gekauft.

    Das mit dem lauten Gebläse kann ich bestätigen. Vielleicht kann man aus dem PC Bereich einen leiseren Lüfter verbauen?

    Was Negatives ist mir noch aufgefallen, der Ein/Aus Schalter funktioniert bei mir nicht mehr, das Gerät ist immer an, bis ich den Netzstecker ziehe.

    Ansonsten bin ich zufrieden, meine Lipos werden zuverlässig geladen.